Wochenendeinklang

Geschrieben von admin am 20. November 2009 in Dieses und Jenes

Heute bin ich nach der Arbeit in meine Stammteestube nach Schwabing gefahren. Dort saß ich auf meinem Lieblingsplatz auf dem Sofa, habe hervorragenden Darjeeling getrunken, mir ein Stück Kuchen genehmigt und mein neues Buch (Ken Follett - Whiteout*) gelesen. Sonst habe ich kaum Muße zum Lesen, in der S-Bahn schaffe ich wegen der kurzen Strecken nicht viel. Nebenbei lief leise klassische Musik, die genau zu der Atmosphäre dort passte.

Nach etwa einer Stunde bin ich wieder zurückgefahren und eine Station früher als nötig aus der S-Bahn ausgestiegen, um auf dem Weg nach Hause noch ein wenig meinen Gedanken nachzuhängen.

* Das Buch gefällt mir bisher sehr gut, ist wie alle mir bekannten Bücher von ihm sehr anschaulich beschrieben. Es ist geradezu skurril, dass viele Passagen mir wie aus meinem derzeitigen Leben herausgegriffen erscheinen. Immer wieder ertappe ich mich dabei, innerlich zu nicken und zu denken “Ja, das kenne ich auch…”

Fuchspony

Geschrieben von admin am 19. November 2009 in Hippologisches

Da aus der heutigen Reitgruppe einige fehlten, durfte ich heute noch einmal aufs Pferd, genauer auf die zierliche Füchsin Bonita. Knackpunkt waren die gebogenen Linien, speziell auf der rechten Hand fiel es mir schwer, sie zu biegen und zu stellen. Galoppiert sind wir heute nicht, schade, sie ist so nett zu sitzen. Ansonsten war sie artig, in der einen Ecke hat sie zwar irgendetwas Spannendes gesehen, machte aber keinen Hüpfer.

Schaukelpferd

Geschrieben von admin am 18. November 2009 in Hippologisches

Heute saß ich nach einiger Zeit wieder einmal auf der recht klein wirkenden dunkelbraunen Stute Finesse. Erst nach dem Aufsitzen fiel mir auf, dass die Steigbügelriemen für meine Beine deutlich zu kurz waren. Die erwärmenden Schrittrunden bin ich daher ohne Bügel geritten. Zum Traben habe ich die Bügel dann aufgenommen und mich mit denen einigermaßen arrangiert. Immerhin hatte ich damit viel Kontakt zum Pferdebauch und konnte gut treiben. Das war auch nötig, da sie zu vorlastig lief. Dann sollten wir alle die Bügel überschlagen und die Pferde weiter aussitzend im Trab arbeiten. Finesse ist sehr angenehm zu sitzen, auch wenn sie mal etwas frischeres Tempo anschlägt. Auch die Galopprunden habe ich ohne Bügel absolviert. Das Angaloppieren war kein Problem, sie gehört zu den Pferden, die man nicht zum vorwärts Gehen überreden muss. Trotzdem ist sie weder hektisch noch neigt sie zum Durchgehen.

Jetzt muss ich nur beim Galoppieren die Geistesgegenwart behalten, damit mir gleich einfällt, was ich besser machen müsste und nicht erst nach Ende der Reitstunde. Meine Zirkel ähnelten zum Teil eher eiförmigen Figuren, sowas muss man gleich merken und korrigieren.

Wärmeeinbruch

Geschrieben von admin am 17. November 2009 in Dieses und Jenes

War das herrlich heute nachmittag… Das angekündigte milde Wetter ist tatsächlich eingetroffen. Ich bin deswegen eine Station früher aus der S-Bahn ausgestiegen und nach Hause gelaufen, habe meine Tasche abgelegt und noch einen knapp einstündigen Spaziergang gemacht. Als ich davon um kurz nach sieben Uhr zurückkam, waren immer noch 16 Grad. So einen Tag muss man genießen, eisig kalt wird es noch früh genug…

Kennzeichen (14)

Geschrieben von admin am 14. November 2009 in Kennzeichen

PAN - IK

KL - ON

SE - NF

KI - DS

MA - IN

Numismatische Rarität

Geschrieben von admin am 12. November 2009 in Dieses und Jenes

Vorhin beim Einkaufen fand ich in meinem Portemonnaie ein Zwei-Cent-Stück mit einer mir unbekannten Rückseite. Eben habe ich mir das Stück näher angesehen und festgestellt, dass es sich dabei um eine Münze aus Slowenien handelt (Abbildung). Dafür, dass der Euro seit 2007 offizielle Währung in Slowenien ist, sind recht wenig Münzen von dort im Umlauf, finde ich.

Pferd, das Spaß hat

Geschrieben von admin am 11. November 2009 in Hippologisches

Zur heutigen “Spring”stunde hatte ich wieder den 22jährigen Schimmel Cantor. Für die erwärmende Schritt- und Trabarbeit lagen einzelne Stangen am Boden, später ging es mit einem kleinen Kreuz aus Cavaletti zur Sache. Das Kreuz sollten wir aus dem Trab überwinden, das hat Cantor auch artig gemacht. Nach neueren Erkenntnissen ist mein Problem mit dem Springen nicht wie neulich angenommen, dass ich zu spät aufstehe, sondern dass ich mich zu zeitig, nämlich schon über dem Sprung wieder hinsetze. Richtig wäre, erst nach dem Landen wieder einzusitzen. Aber das wird schon noch.

Außerdem bin ich heute wieder fast über dem Galoppieren verzweifelt. Vor dem Springen sollte ich auf der linken Hand auf dem Zirkel angaloppieren, und das ging überhaupt nicht. Später auf der rechten Hand klappte das völlig problemlos beim ersten Versuch. Nachdem ich die Reitstunde eben innerlich ein wenig ausgewertet habe, ist mir auch klar, warum. Auf der rechten Hand habe ich eine weiche Zügelverbindung, da reichen minimale Hilfen. Auf der linken Hand habe ich als Rechtshänder ein paar Koordinationsschwierigkeiten und muss mir diese Anlehnung erst langsam zurechtreiten. Bei Springstunden wie heute habe ich die Konzentration und den Platz für solche Feinheiten nicht. Erst wenn links auch die Zügelverbindung steht, ist das Angaloppieren erfolgreich. Immerhin klappte es später noch einmal, da war es auch einfacher, weil er wach war und vorwärts wollte.

Apropos wach: Der liebe Cantor hat mir heute wieder eine Schrecksekunde beschert. Wobei das zum Teil auch meine Schuld war, weil ich seine Signale nicht richtig gedeutet habe. Vor dem Kreuz zog er im Tempo an, das hätte mir sagen müssen, dass er wach ist und ich die Gerte weglegen kann. Das habe ich aber in dem Moment nicht realisiert. Aus heiterem Himmel galoppierte er zügig an. Ich habe immerhin nur einen Bügel verloren, mich bemüht, gerade zu sitzen, den Oberkörper zu entspannen und mich nicht am Zügel festzuhalten. Schließlich saß ich einigermaßen stabil, fand die Geistesgegenwart wieder und fasste die Zügel kürzer - ein einfaches und oft effektives Mittel. Jetzt sollte ich nur noch daran arbeiten, dass mir das nicht erst nach einer langen und einer kurzen Seite einfällt. Jedenfalls ist nichts passiert, das ist das Wichtigste. Nach mehrmaligen tiefem Durchatmen war die Welt auch wieder in Ordnung. Die Zeiten, wo ich mich von solchen Mätzchen einschüchtern lasse, sind zum Glück *dreimalaufHolzklopf* vorbei, ich bin danach noch galoppiert und habe zum abschließenden Schrittreiten die Bügel überschlagen. Ich weiß allerdings gar nicht, was der Auslöser für seinen Sprint war, dass ich geklammert habe, ihn unabsichtlich mit der Gerte berührt habe oder ihn sein jugendlicher Übermut übermannt hat oder alles zusammen.

To be or not to be

Geschrieben von admin am 9. November 2009 in Netzwelt und Medien

Wer kennt das nicht: Man öffnet das Postfach beim Mailanbieter seines Vertrauens und erblickt eine Anzahl E-Mails, deren Absender einem auf den ersten Blick nicht bekannt vorkommen. Sehr schnell lassen sich solche Mails als Spam enttarnen, sei es durch den Betreff oder die dubiose Absenderadresse, die sich beim Drüberfahren mit dem Cursor offenbart. Es gibt allerdings Fälle, wo man kurz ins Grübeln kommt.

Gerade eben erhielt ich eine Mail, die als Absender den Namen “Elena” und als Betreff “Letter from Russia” trug. Gesendet wurde die Nachricht von einer .ru-Adresse. Und das Kuriose ist: Ich kenne tatsächlich eine junge Frau aus Russland mit dem Namen Elena, mit der ich mich damals auf Englisch verständigt habe. Die Absenderadresse dieser Mail sagte mir zwar nichts, andererseits sind Mailadressen heutzutage ja beliebig auswechselbar. Ich habe die Mail dennoch ungelesen als Spam gelöscht, weil ich nicht wüsste, was sie mir nach Jahren der Funkstille mitzuteilen hat. Aber für einen Moment musste ich schon stutzen.

Odyssee zur Arbeit

Geschrieben von admin am 9. November 2009 in Dieses und Jenes

Heute morgen passierte der GAU eines jeden Berufstätigen, der auf dem Weg zur Arbeit auf die öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen ist: “Meine Damen und Herren, aufgrund einer Stellwerksstörung auf der Stammstrecke wird sich unsere Weiterfahrt auf unbestimmte Zeit verzögern”, hieß es, als meine S-Bahn im Bahnhof Leuchtenbergring stand und sich nicht mehr fortbewegte. Na, großartig. Jubel und Frohlocken. In einer solchen Situation nervt mich nichts mehr, als untätig und der höheren Gewalt ausgeliefert in der Bahn sitzen zu müssen. Da der Ostbahnhof, mein Umsteigepunkt, im wahrsten Sinne des Wortes absehbar war, bin ich ausgestiegen und dorthin gelaufen. Von dort fährt neben der S-Bahn auch ein Bus zu meinem Ziel, der heute morgen aufgrund der Umstände das Verkehrsmittel meiner Wahl war. Der Bus war allerdings ein Einsetzer, der nicht ganz bis vor die Tür gefahren ist. Anschließend war also noch ein fünfzehnminütiger Fußmarsch fällig. Insgesamt war ich 45 Minuten später als geplant im Büro - sehr ärgerlich.

Immerhin hat sich die Lage bis zum Nachmittag wieder beruhigt.

Aufbau West

Geschrieben von admin am 8. November 2009 in Dieses und Jenes

Gerade höre ich im Radio, dass in dem von der neuen Bundesregierung geplanten Aufbau West-Projekt unter anderem die ICE-Strecke Nürnberg-Berlin ausgebaut werden soll. Dieses Vorhaben hat meine volle Unterstützung, fünfeinhalb Stunden Fahrzeit von München nach Berlin (via Nürnberg) sind noch deutlich verbesserungswürdig.

Vorsatz umgesetzt

Geschrieben von admin am 4. November 2009 in Hippologisches

Heute hatte ich wieder einmal den Braunen Pinocchio. Auf dem fühle ich mich wohl, auch wenn ich bei ihm immer Probleme mit der konstanten Zügelverbindung habe. Nach dem Warmreiten im Schritt und Trab habe ich die Bügel übergeschlagen. Das hatte ich mir seit einiger Zeit für die nächste Reitstunde mit ihm vorgenommen. Er ist kein Kandidat, der plötzlich losstürmt oder leicht zu erschrecken ist, daher kann ich sowas mit ihm machen. Das Reiten ohne Bügel hatte ich mir vorgenommen, weil ich mir immer anhören muss, dass mein Oberkörper einen Tick zu weit vorn ist. Ohne Bügel ist man eigentlich gezwungen, sich gerade auf den Hintern zu setzen (ganz hat es aber doch nicht geklappt). So habe ich ein paar Runden im Trab und Galopp absolviert. Am Galoppieren muss ich weiter arbeiten, ich habe das Gefühl, dass ich dabei viel zu instabil sitze und von einer konstanten Zügelverbindung kann auch keine Rede sein. Ich habe das dann noch einmal mit Steigbügeln versucht, viel besser fühlte sich das aber nicht an.

Im Ganzen bin ich aber zufrieden heute. Beim abschließenden Schrittreiten habe ich mich ganz gemütlich ohne Bügel durch die Halle schaukeln lassen.

Großes, weißes Kuscheltier

Geschrieben von admin am 28. October 2009 in Hippologisches

Bei der heutigen Reitstunde hatte ich nach langer Zeit wieder einmal den Schimmel Cantor. Nach dem Kälteeinbruch neulich haben alle Pferde dichtes weiches Winterfell bekommen und sind nun erst recht zum Knuddeln.

Heute stand eine Cavalettistunde auf dem Plan. Beim Warmführen und Schrittreiten sind wir schon über am Boden liegende Stangen gegangen. Das ging gut, ich habe diesmal auch mit den Händen nachgegeben, anstatt mich am Zügel festzuhalten. Nach der Erwärmungsphase im Trab sollten wir im leichten Sitz traben und auch ein paar Runden galoppieren. Das klingt nicht schwer, aber danach weiß man, wo die Rückenmuskeln verlaufen. Später gingen wir im Trab über die Stangen sowie über ein auf mittlere Höhe gekipptes Cavaletti. Zum Schluss wurden die Stangen so kombiniert, dass wir eine Stange und ein Cavaletti auf mittlerer Höhe als In-and-Out im Miniaturformat und nach einem Galoppsprung ein Kreuz von ungefähr 20 bis 30 cm überwinden mussten. Nachdem die Pferde vor mir nach dem Kreuz ein sehr frisches Tempo einschlugen, wurde mir ein wenig mulmig. Ich bin im Trab heran geritten, er ist zwar vor dem Kreuz in den Galopp verfallen, lief dann aber in gemäßigtem Tempo weiter. Das Springen muss ich noch reichlich üben, ich verpasse immer den richtigen Zeitpunkt zum Aufstehen. Über unseren Minisprüngen ist das nicht weiter schlimm, und es ist - ich schrieb es schon einmal - eine Frage der Übung. Ein paar Galoppsprüngen nach dem Kreuz stand meine Zügelverbindung wieder und ich konnte ihn zurück auf den Hufschlag lenken und durchparieren. Insofern bin ich mit mir sehr zufrieden, ich habe die Stangen ohne Panikattacken oder sonstige Unglücke überwunden.

Was mich jedoch noch mehr freut, ist, dass ich wieder diese weiche Zügelverbindung hinbekommen habe. Schon beim anfänglichen Schrittreiten dehnte er sich nach unten und kaute auf dem Gebiss. Das habe ich dann auch im Trab weiter versucht und oft geschafft, auf der rechten Hand ging es wie immer besser. Das klappt mit Cantor am besten, warum auch immer.

Nach den Galopprunden im leichten Sitz und den Trabstangen war Cantor munter. Das habe ich daran gemerkt, dass er auf meine Trabhilfen schon den Galopp anbot und generell zügiger vorwärts ging. Daraufhin habe ich die Gerte auf der Bande abgelegt und hatte die Hände frei. Eimal gab er einen Mischlaut zwischen Wiehern und Quietschen von sich und trabte unaufgefordert an, aber das hatte ich gleich wieder im Griff. Insgesamt hat er sich ganz vorbildlich benommen, dass mir das Absteigen zum Schluss schwer gefallen ist.

Ich mag den Schimmel.

Phänomene

Geschrieben von admin am 27. October 2009 in Netzwelt und Medien

Es gibt Dinge in der heutigen Welt, die ich mir nicht erklären kann.

Ich habe eine Haupt-Mailadresse, die ich u. a. bei diversen Foren hinterlegt habe und auch beim Kommentieren in Blogs benutzt habe, bevor ich mein eigenes Blog aufgemacht und mir eine dazu passende Mailadresse zugelegt habe. Auf diese Hauptadresse bekomme ich auch geringe Mengen von Spam-Mails (ein bis zwei Mails auf zwei Tage), die überwiegend vom Spamfilter erkannt werden. Wann immer ich ein paar Tage nicht da bin und nicht ins Postfach gucke, steigt der Eingang von Spammails um ungefähr 50 Prozent. Gestern zum Beispiel gingen fünf ein, das ist eher das Pensum einer Woche. Das finde ich sehr merkwürdig.

Wintereinbruch

Geschrieben von admin am 15. October 2009 in Dieses und Jenes

Am Dienstag gab es hier den ersten Schnee, wenn auch nur zum Ansehen, denn liegen geblieben ist der zum Glück nicht. Heute nachmittag fing es wieder an zu schneien. Da lag die Temperatur nur noch knapp über Null Grad und die weiße Masse bildete eine dünne Schicht auf Bäumen und Autos. Na, prima… Für die nächsten Tage ist auch so nasskaltes Wetter vorhergesagt. Also, wegen mir hätte der Wintereinbruch noch ein paar Wochen warten können.

Fuchsfarbenes Suchtmittel

Geschrieben von admin am 14. October 2009 in Hippologisches

Heute war mir wieder die kleine Fuchsstute Bonita zugeteilt. Dieses Pferdchen macht wirklich Spaß. Sie ist einfach vorwärts zu reiten und lässt sich aber auch problemlos wieder zurücknehmen. Nachdem das Galoppieren in den letzten Stunden nicht recht zufriedenstellen war, ist sie dafür das richtige Gegenmittel. Bei ihr klappt das immer, so dass ich keinen “Grund” zum Klammern habe. Wir haben einige Runden Zirkel sowie lange Seiten auf jeder Hand hingelegt. Ich schrieb es schon einmal - nach ihrem Schaukelgalopp kann man süchtig werden.

Jetzt muss ich noch daran arbeiten, auch im Galopp aufrecht, entspannt und mit richtiger Beinhaltung zu sitzen. Ansonsten bin ich aber zufrieden.

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